
Die Faszination der Wolken und die Wertschätzung des Mondes
Ein Mensch des Weges verweilt letztlich nirgendwo. Die weißen
Wolken sind bezaubert vom Fuß der grünen Berge.
Der strahlende Mond lässt sich gerne vom fließenden Wasser
mitnehmen. Die Wolken lösen sich, und der Berg erscheint.
Der Mond geht unter, und das Wasser ist kalt.
Jedes Stückchen Herbst enthält unermeßliche, grenzenlose,
wechselseitige Durchdringung. Aller Staub ist vollkommen,
ohne mich zu erreichen; die zehntausend Wandlungen sind
beruhigt, ohne mich zu erschüttern. Wenn du hier stabil
sitzen kannst, dann kannst du frei kreuz und quer gehen
und dich in der Welt mit Kraft engagieren. Es gibt einen
trefflichen Spruch: die sechs Sinnestore sind nicht
verhüllt und die Straßen in allen Richtungen sind ohne
Fußspuren. Der verwirklichte Mensch weiß, wohin er gehen
soll; stets kommt er überall an, ohne verwirrt zu werden,
sanft und leise und ohne ein Zögern.
Das Kultivieren des Leeren Feldes,
Zen-Meister Hongzhi Zhengjue (Wanshi Shogaku,1091-1157)